Sedo streicht die Mindestgebühr

Die Nachricht kam heute nicht überraschend, schon sehr viele Jahre beobachte ich den Domainmarkt und bin selber aktiv in dem Bereich gewesen und zwischendurch auch immer noch. Nicht aus spekulativen Gründen, sondern weil Domains ein sehr gutes Marketinginstrument für ein Unternehmen und ein Produkt ist und die Marke als Solches transportiert und widerspiegelt.

Schließlich ist der Domainname, dass was in der Vergangenheit der Besucher in den Browser eingeben musste oder über Suchmaschinen in den Ergebnissen propagiert wurde. Somit kam der Besucher jedes Mal mit dem Domainnamen in Kontakt und somit konnte eine Marke aufgebaut werden.

Durch die unterbewusste Wahrnehmung konnte langfristig Geld in der Bewerbung eingespart werden, da die Besucher die Domain nach und nach verinnerlichten und direkt in den Browser eingegeben haben. Somit konnte das Werbebudget für die Traffikgenerierung für den weiteren Aufbau oder in andere Werbekanäle verschoben werden.

Durch die sich veränderte Traffikkanabalisierung auf wenige große Angebote und deren Bindung der User durch eigene Profile und eigene Möglichkeiten Informationen zu präsentieren, werden eigene Angebote unter einer eigenen Domain anscheinend in der breiten Masse immer weniger in Anspruch genommen. Denn Bilder kann man einfach auf Instagram teilen, Neuigkeiten und Statusmeldungen bei Facebook, Produkte auf Ebay oder Amazon verkaufen. Somit scheint die eigene Webseite / eigene Shop für einige nicht sehr wichtig zu sein. Und für einen Blog, kann man ja schließlich auch das System von Google nutzen – blogger.com oder andere Angebote.

Doch diese Entwicklung sehe ich ein wenig kritischer. Klar es ist toll, weil es schnell geht, viele Leute dort unterwegs sind, es viele wahrnehmen und es sehr schnell eine Interaktion gibt. Jedoch gibt man gerade den Unternehmen die Möglichkeit eine gewisse Abhängigkeit hinzubekommen. Wem diese Abhängigkeit egal ist, der benötigt auch keine eigene Webseite unter einer eigenen Domain.

Doch wie sehe ich die Streichung?

Die Streichung der Mindestgebühr von Sedo scheint von dem Handelsplatz ein logischer Schritt zu sein, die Masse der Domainverkäufe im Niedrigpreissegment (unter 100 Euro) stark erhöhen zu wollen. Dieser Faktor muss wirtschaftlich so hoch sein, dass der Abverkauf im Niedrigpreissegment so ein hohes Volumen aufweist, dass Verkäufe die mit einer Mindestgebühr stattgefunden haben, wieder weg macht. Ebenfalls sind die Mindestgebote pro Domain bei 20,00 Euro.

Veränderung von Sedo:

Quelle: Newsletter von sedo.de vom 06.12.2019 – Auch in 2020: Auf Wiedersehen Mindestgebühr!

Das für Domains auch immer noch mehr als 100 Euro bezahlt werden, kann im aktuellen Domainpreisspiegel nachgeschaut werden:

http://www.domainpreise.com/

Mein Fazit:
Interaktionen auf den gängigen Kommunikationsplattformen ist mittlerweile ein Muss, jedoch sollte versucht werden den Besucherstrom immer auch auf das eigene Angebot / Portal hinzuweisen und zu lenken. Sollte der Stecker von einer Kommunikationsplattform einmal gezogen werden oder der Account gekündigt / geschlossen werden, hat man immer noch das eigene Angebot / Portal. Und zu diesem Angebot / Portal gehört in der Regel auch ein eigener Domainname. Aus diesem Grund, werde ich langfristig auch mein Domainportfolio langsam und sicher ausbauen.

Ein paar Domains:
http://www.reisener.de/domains/

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