Viele meiner Freunde und auch Geschäftspartner fragen mich regelmäßig warum ich so viel Zeit für Domains “opfere” und warum ich nicht lieber die Zeit nutze und meine Kraft in ein Hauptprojekt investiere. Deren Argumentation geht von dem Trend der “Fokussierung auf das Kernbusiness” bis hin “Domains sind doch nur ein paar aneinander gereite Buchstaben”.
Die Systematisierung bei der Definition von Domains kann technisch in die Art der dargestellt werden, dass eine Domain ein zusammenhängender Teilbereich des hierarchischen Domain Name System (DNS) ist. Jedoch geht es bei der Investition nicht um die technischen Aspektpunkte, sondern eher – in meinen Augen – um den Aufbau von Marken und Wiedererkennungseffekten bei dem Betreiben von Onlineportalen und Geschäftsfeldern im Onlinekanal.
Ich sehe Domains vergleichbar mit grundsoliden Aktien oder auch vergleichbar mit einer Investion in Immobilien. Viele Domainhändler zeigen immer das sehr plastische Beispiel auf, dass Domains wie Immobilien sind. Hier zählt die Lage, Lage und nochmals die Lage. Eine Immobilie in einer hochnachgefragten Lage wird als wertvoller angesehen, als eine Immobilien bei der die Nachfrage am Markt erst noch entwickelt werden muss.
Und genau an diesem Knackpunkt ist der Domainmarkt zur Zeit. Er wandelt sich von der Entwicklungsstufe das der Markt sich erst noch entwickelt muss – hin zu einem Markt der in den Köpfen der Marketingfachleuten und auch Investoren angekommen ist. Die Systematisierung dabei ist, dass nicht nur Fachleute erkennen, dass durch eine gute Domain das Branding bei den Spending in Marketingaktionen ein schnellerer Erfolg aufgebaut werden kann. Sondern das Domains einen langfristigen Markentransfer zu den Produkten darstellen kann.
Beispielhaft würde ich den Bereich Elektrowoks aufführen. Es gibt als Annahme 12 regionale Hersteller die Elektrowoks herstellen und dies unter einer Mehrmarkenstrategie (z.B. Branding des einzelnen Typen) oder auch Dachmarkenstrategie (z.B. Branding des Firmennamen) versuchen am Markt zu positionieren. Diese Unternehmen betreiben im Onlinekanal einen Shop auf dem die Elektrowoks Konsumenten angeboten werden. Die Systematik der Hersteller besteht nun darin im Onlinekanal Ihre Marken überregional bekannt zu machen und somit erst Ihre Markenposition bei dem Konsumenten aufzubauen.
Somit muss bei dem Konsumenten die Verknüpfung von Marke zum Produkt erst aufgebaut und verankert werden. Gerade aber mittelständische Unternehmen besitzen oft den finanziellen Background nicht, eine Marke in so kurzer Zeit online / offline aufzubauen, dass die Marke mit dem Produkt überregional / national verknüpft wird. Und genau in diesem Bereich knüpfen Gattungsdomains an. Sie transportieren durch den Namen den direkten Bezug zum Produkt und können bei dem Markenaufbau sehr gut unterstützen – und das durch eine einmalige Investition in die Domains.
Nur die Domain reicht natürlich nicht um eine Marke aufzubauen, das Unternehmen muss direkt durch eine Onlinepräsenz mit dem Produkt verknüpft werden. Ideal sind Hintergrundinformation des Unternehmens, des Produktes und natürlich dem direkten Vertrieb des Produktes auf der Präsens.
Weitere Vorteile einer Domain als Gattungsbegriff:
- gibt es nur einmal am Markt (Mitbewerberausschluss)
- einmalige Kaufinvestion/ sehr geringe regelmäßige Verwaltungskosten durch den Registrar
- einfacherer Markenaufbau
- Verknüpfung von Produkt / Gattung zur Firma
- leicht merkbar
- Vertrauensaufbau durch Markentransfer von Gattungsdomains zur Firma